Wutachschlucht
Die Wutachschlucht im südöstlichen Schwarzwald ist ein Canyon ohne Straße: Sie lässt sich ausschließlich zu Fuß begehen. Die Wutach entspringt am Osthang des Feldbergs und wechselt unterwegs dreimal den Namen – als Seebach vom Feldsee zum Titisee, als Gutach bis Neustadt und erst danach als Wutach, die „wütende Ach", bis zur Mündung in den Hochrhein bei Waldshut. Der Weg durch die Schlucht ist ein Gang durch die Erdgeschichte. Der Fluss hat sich tief in die Gesteinsschichten eingeschnitten und legt Keupereinschnitte, Verkarstungen und Dolinen frei; in den Wänden stecken Ammoniten und Belemniten. Ebenso bemerkenswert ist die Artenvielfalt: Von rund 2.500 mitteleuropäischen Pflanzenarten kommen hier 1.200 vor, darunter Raritäten wie Hirschzunge und Türkenbund. Dazu kommen über 500 Schmetterlingsarten und 100 Vogelarten, unter ihnen der seltene Apollofalter und der Eisvogel. Diese Dichte auf engem Raum verdankt sich dem Wechsel von feuchtem Schluchtgrund und trockenen, sonnigen Hangkanten. Wer die Schlucht ganz durchwandern will, sollte etwa zwei Tagesetappen von West nach Ost einplanen. Einstiege bestehen bei Kappel, an der Schattenmühle bei Löffingen-Göschweiler, in Dietfurt und in Bachheim; ein Wanderbus verbindet die Punkte. Die Saison reicht von April bis Oktober.
A nyitvatartás és a belépődíj szezononként változik, ezért nem szerepel ebben a szövegben.
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