Sopronudvard
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Großmutschen liegt im Mittelburgenland am Stooberbach und gehört zur Gemeinde Frankenau-Unterpullendorf, die etwa 1.083 Einwohner zählt. Rund 80 Prozent der Bevölkerung zählen zur Volksgruppe der Burgenland-Kroaten. Die Gemeinde besteht aus vier Ortsteilen: Frankenau, Großmutschen, Kleinmutschen und Unterpullendorf, wobei Unterpullendorf sogar den geografischen Mittelpunkt des Burgenlands markiert. Die heutige Gemeinde entstand 1971 durch die Zusammenlegung mehrerer Orte. Archäologische Funde belegen eine Besiedlung bereits in der Latènezeit, als hier ein Bergbaugebiet bestand. Grabungen im Ried „Zerrwald“ von Unterpullendorf förderten Abraum aus dieser Zeit zutage und erreichten eine Tiefe von 6,5 Metern, um den ursprünglichen Abbauort zu erforschen. Die Region gehörte einst zum keltischen Königreich Noricum und später zur römischen Provinz Pannonia. Bis 1921 stand das Gebiet unter ungarischer Herrschaft, bevor es durch die Verträge von St. Germain und Trianon Österreich zugesprochen wurde. Vor Ort prägen vor allem die vier Kirchen das Bild: die katholische Pfarrkirche in Frankenau, die Filialkirche Großmutschen, die Filialkirche St. Nikolaus in Kleinmutschen und die Pfarrkirche in Unterpullendorf. Die Gemeinde ist geprägt von einer starken burgenland-kroatischen Kultur, was sich auch in der Sprache und Traditionen widerspiegelt. Ein Kindergarten und eine Volksschule bieten Bildung für die jüngsten Einwohner.
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