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Malignano
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Malignano ist ein kleiner Ort in der Gemeinde Sovicille, die zur Provinz Siena in der Toskana gehört. Er liegt in einer hügeligen Landschaft, die bereits in der Eisenzeit besiedelt war. Die ersten Spuren menschlicher Anwesenheit stammen aus dem 8. bis 7. Jahrhundert vor Christus. Später nutzten die Etrusker das Gebiet intensiv für Landwirtschaft und Viehzucht, was durch Funde aus nahegelegenen Gräberfeldern belegt ist. Im Mittelalter entstand hier ein befestigter Kern, ein sogenanntes castellare, das vor dem Jahr 1000 errichtet wurde. Unterhalb davon entwickelte sich ein landwirtschaftlicher Betrieb, der dem Ort seinen Namen gab. Besucher finden in Malignano zwei bedeutende Bauwerke: den kleinen Oratorium San Michele Arcangelo aus dem 12. Jahrhundert nahe den Ruinen des alten Kastells und die neoklassizistische Kapelle der Adelsfamilie Fantastici, die 1831 von Agostino Fantastici entworfen wurde. Besonders sehenswert ist jedoch die etruskische Nekropole mit achtzehn Gräbern, die bereits im 18. Jahrhundert von Giovanni Antonio Pecci entdeckt wurde. Weitere Funde folgten 1899 und 1927, bevor die gesamte Anlage 1964 unter der Leitung von K. M. Philips vollständig freigelegt wurde. Vor Ort lässt sich die Geschichte des Ortes auf einem Rundgang erkunden. Die Ruinen des mittelalterlichen castellare und die daneben liegende Nekropole vermitteln einen Eindruck der frühen Besiedlung. Die Kapelle und das Oratorium zeigen die architektonische Entwicklung über die Jahrhunderte. Die umgebende Landschaft mit ihren sanften Hügeln und Spuren der etruskischen und mittelalterlichen Vergangenheit lädt zu Spaziergängen ein.
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