📷 Kép: Wikimedia Commons
Castel Velturno
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Schloss Velthurns thront im malerischen Eisacktal, genauer in Feldthurns in Südtirol. Erbaut ab 1578 als Renaissance-Prachtbau, diente es zunächst als Sommersitz der Fürstbischöfe von Brixen. Der Baumeister Matthias Parlati begann die Arbeiten noch unter Cristoforo Madruzzo, doch erst Johann Thomas von Spaur vollendete das Werk. Bis 1803 blieb es im Besitz der Kirche, wechselte dann in kaiserliche und später private Hände, bevor es 1904 an die Stadt Bozen überging. Besonders wertvoll ist die Innenausstattung, etwa das Fürstenzimmer mit kunstvollen Vertäfelungen und einer verzierten Tür. Diese Elemente wurden 1873 in Wien ausgestellt und lockten sogar Fürst Johann II. von Liechtenstein an, der das Schloss 1875 erwarb. Nach Jahrzehnten der Vernachlässigung rettete das Land Südtirol 1978 das Gebäude vor dem Verfall und restaurierte es zwischen 1980 und 1983. Heute zählt es zu den bedeutendsten Spätrenaissance-Bauten der Region. Im Inneren beeindrucken die erhaltenen Holzvertäfelungen, Türen und Decken, während die Wandmalereien zwar weniger originell, aber für die Kunstgeschichte aufschlussreich sind. Als Museum und Kulturort bietet das Schloss Konzerte, Theater und Ausstellungen. Seine Architektur und Ausstattung spiegeln die Geschichte Südtirols wider und laden zu einem Besuch ein.
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