Solymári-ördöglyuk

📷 Image: Wikimedia Commons

Solymári-ördöglyuk

Höhle in Ungarn

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Die Solymári-ördöglyuk ist eine streng geschützte Höhle im Budai-Gebirge, nahe dem Ort Solymár im Komitat Pest. Ihr Hauptzugang liegt auf 348 Metern Höhe an der nordöstlichen Flanke des Zsíros-Hügels, nur wenige Meter von einem stillgelegten Steinbruch aus dem frühen 20. Jahrhundert entfernt. Die Höhle entstand in triassischem Dachsteinkalk und zeigt Spuren sowohl hydrothermaler als auch kaltwasserbedingter Formung. Ihre Gänge bilden ein komplexes Labyrinth aus engen, hohen Gängen, schroffen Schächten und hallenartigen Räumen, die durch die Wechselwirkung aufsteigender warmer und einsickernder kalter Wässer entstanden. Besucher können zwei zugängliche Eingänge erkunden, die durch Stufen und Betontreppen verbunden sind. Der erste Abschnitt führt vom Haupteingang über den Vorraum und den Előcsarnok zum Kupola-terem, wo erste Tropfsteine zu sehen sind. Über eine steile Metalltreppe und weitere Stufen erreicht man den Pihenő, einen flacheren Bereich, der den einfachen Teil der Tour abschließt. Für die weitere Erkundung bis zum Pipa-Eingang ist spezielle Ausrüstung nötig, darunter Seile und Leitern, um enge Passagen wie den Cseppkő-folyosó oder den Szuszogó zu überwinden. Die Höhle ist bekannt für ihre reichen Funde: Neben prähistorischer Keramik und Tierknochen aus der Hallstattzeit barg sie Überreste von Höhlenbären, Höhlenlöwen und anderen pleistozänen Tieren. Auch seltene Höhleninsekten und Fledermäuse wurden hier dokumentiert, wobei letztere heute nur noch selten anzutreffen sind. Die wissenschaftliche Bedeutung zeigt sich in den einzigartigen Wirbeltierfunden, die Aufschluss über die eiszeitliche Tierwelt Ungarns geben.

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Art
Höhle
Ort
Solymár

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