📷 Image: Wikimedia Commons
Glaskubus (Mahnmal in Mannheim)
Denkmal für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus
Der Glaskubus ist ein Mahnmal in der Fußgängerzone von Mannheim, das in Form eines gläsernen Würfels mit drei Metern Kantenlänge gebaut ist. Es steht im Zentrum der Stadt, direkt vor dem Quadrat P2, und ist horizontal um 45 Grad gedreht, um eine Achse zum Paradeplatz zu bilden. Die vier Seiten des Kubus tragen eingravierte Namen, die in Spiegelschrift außen sichtbar sind und in Normalschrift innen lesbar sind. Das Mahnmal wurde 2003 errichtet und dient als Gedenkstätte für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus aus Mannheim. Es wurde von Jochen Kitzbihler entworfen und unter der Leitung von Helmut Striffler realisiert. Die Namen der Opfer sind in der Stadtgeschichte dokumentiert, da die jüdische Gemeinde vor 1933 über 6000 Mitglieder hatte und bis 1939 noch 64 Betriebe existierten. Die Deportationen im Rahmen der Wagner-Bürckel-Aktion 1940 betrafen besonders viele Mannheimer. Im Glaskubus werden die Namen der jüdischen Opfer in Spiegelschrift auf den Seiten eingraviert, sodass sie nur von innen in Normalschrift gelesen werden können. Die Konzeption soll Passanten zum Nachdenken anregen. Die Leere im Zentrum der belebten Einkaufsstraße symbolisiert die Lücke, die die Opfer hinterließen. Umgebung des Denkmalstandorts umfasst die östlichen Planken und den Bahnhofsvorplatz, wo ein Wegweiser an die Deportationen erinnert.
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- Art
- Monument
- Ort
- Mannheim
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