Scheiblingkirche
nicht erhaltene mittelalterlichen Kirche am heutigen Hauptplatz in Enns, Österreich
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Die Scheiblingkirche war eine romanische Rundkirche aus dem späten 12. Jahrhundert am Hauptplatz von Enns in Oberösterreich. Ihr Name leitet sich von der runden Form ab, die ihr auch den Beinamen *ecclesia rotunda* einbrachte. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1342, und sie war der Gottesmutter Maria geweiht, deren Fest am fünften Sonntag nach Ostern begangen wurde. Ihre Bedeutung zeigt sich in der Erlaubnis Kaiser Maximilians II., die Kirche 1565 abzubrechen, um mit dem Material den Stadtturm zu vollenden. Der Standort blieb seitdem unbebaut, doch archäologische Funde fehlen bisher. Anbauten wie die Heilig-Geist-Kapelle von 1389 oder die Dreikönigskapelle von 1416 erweiterten den Bau, während der Turm im Westen stand – dort, wo heute der Stadtturm steht. Bilder von Albrecht Altdorfer und Bartholomäus Reisacher halten die Kirche in historischen Darstellungen fest. Im Inneren beherbergte die Scheiblingkirche eine Orgel auf einer Empore und einen Taufstein, obwohl sie nie Pfarrkirche war. Einige Grabplatten und eine Altarplatte fanden später Verwendung im Stadtturm, etwa als Bodenbelag in der Galerie oder als Tisch in der Türmerwachstube. Bis auf diese Spuren ist die Inneneinrichtung vollständig verschwunden.
Les horaires et les tarifs varient selon la saison et ne figurent donc pas dans ce texte. Informations à jour chez l'exploitant
- Art
- Kirchengebäude
- Ort
- Enns
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