Mähren

Brněnská přehrada

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Die Brünner Talsperre, tschechisch Brněnská přehrada, im Brünner Slang Prýgl genannt, ist das flächenmässig grösste Wasserbauwerk an der Svratka. Sie entstand durch den Bau einer Staumauer beim Flusskilometer 56 und die Flutung des Tals mit der Ortschaft Kníničky. Ursprünglich diente sie als Wasserspeicher für Brünn; das Trinkwasser der Stadt kommt heute aus der Talsperre Vír und aus Brunnen in Březová. Heute dient das Becken der Erholung und der Stromerzeugung. Der grösste Teil der Fläche gehört zum Naturpark Podkomorské lesy. Der Stau beginnt unterhalb des Wehrs bei der Tejkal-Mühle in Veverská Bítýška und reicht knapp zehn Kilometer bis zur Mauer an der Grenze der Brünner Stadtteile Bystrc und Kníničky. Die überflutete Fläche beträgt 259 Hektar, der Dauerstau 7,6 Millionen Kubikmeter, der Speicherraum 10,8 Millionen. Die Gewichtsstaumauer aus Beton ist an der Krone 7,14 Meter breit und 120 Meter lang und ragt auf 233,72 Metern über Meer 23,5 Meter über die Sohle – gemessen an der Fläche des Stausees ist sie damit sehr kurz. Eine Episode aus dem Krieg gehört fest zur Geschichte des Bauwerks. Schon während der Bauzeit war eine Rohrleitung eingelassen worden, die eine rasche Zerstörung der Sperre ermöglichen sollte. Als die Deutschen davon erfuhren, wollten sie das Rohr mit Sand füllen und dünn zubetonieren, um es bei Bedarf wieder freispülen zu können. Der Dammwart František Šikula liess es stattdessen auf eigene Verantwortung mit Bruchstein füllen und mit einer dicken Schicht hochwertigen Betons verschliessen.

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