Schloss St. Ulrich im Mühlkreis
Schloss in Österreich
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Die Burganlage Schloss St. Ulrich im Mühlkreis liegt in der gleichnamigen Gemeinde im oberösterreichischen Bezirk Rohrbach. Sie befand sich etwa 150 Meter nordöstlich der Dorfkapelle auf einem als „Räuberhügel“ bekannten Hügel, der heute noch im Franziszeischen Kataster als bewaldeter Erhebung östlich des Anwesens vulgo Pühringer verzeichnet ist. Bei Ausgrabungen in den 1960er-Jahren wurden dort zwei Meter starke Mauern, ein Gewölbe und ein Keller freigelegt, in dem unter anderem Tresen, Steigbügel und Sporen gefunden wurden. Die Geschichte des Schlosses reicht bis ins Jahr 1185 zurück, als der Ort erstmals als Sanct Ulrich oder Gad Ura erwähnt wurde. Ursprünglich war es der Stammsitz der Schallenberger, die sich vor dem Bau der Veste Schallenberg noch St. Ulricher nannten. 1197 erscheint ein Heinricus de Sancto Udalrico, 1260 dann die Familie von Schallenberg. 1345 wird das Gesäzz zu St. Ulrich genannt, und 1427 zerstörten Hussiteneinfälle die Burg, woraufhin die Schallenberger in der Nähe ein neues Schloss errichteten, das heute als Hoftaverne dient. Von der ursprünglichen Burg sind nur noch wenige Spuren erhalten, darunter Reste der ehemaligen Burgkapelle, die heute als Ortskapelle genutzt wird. Vor den Altartreppen liegt die Gruftplatte des Schallenberger Erbbegräbnisses. Das Hauptschiff der Kirche wurde unter Kaiser Josef II. abgebrochen, während das gotische Presbyterium erhalten blieb.
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