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Lindisfarne Priory

Lindisfarne Priory ist die Ruine eines Klosters auf der Gezeiteninsel Lindisfarne, auch Holy Island genannt, vor der Nordostküste Englands in der Grafschaft Northumberland. Gegründet wurde die Abtei 635 von schottischen Mönchen unter Führung des heiligen Aidan. Fortgeführt wurde sie von Cuthbert von Lindisfarne, dem ersten Bischof des Ortes. Nach dessen Tod entstanden hier bis etwa 715 bis 721 die Lindisfarne Gospels, ein Evangelienbuch, und das Kloster wurde zum Wallfahrtsort. Lindisfarne war ein Zentrum der keltischen Klosterkultur, berühmt für seine Schreibschule, und von hier trieben die Mönche die Christianisierung Englands voran. Ein Datum machte den Ort weit über England hinaus bekannt: Am 8. Juni 793 überfielen Wikinger das Kloster – ein Ereignis, das gemeinhin als Beginn der Wikingerzeit gilt. 875 verliess Bischof Eardulf mit seinen Mönchen die Insel aus Furcht vor weiteren Überfällen; sie nahmen die Gebeine Cuthberts, Aidans und anderer Heiliger sowie das Evangelienbuch mit. Was heute zu sehen ist, gehört zum zweiten Kloster. Von 1069 bis 1090 kehrten für kurze Zeit Benediktiner zurück, im 12. Jahrhundert entstand neben den Resten der alten Anlage ein neuer Bau. Am Ort des ursprünglichen Klosters steht die Pfarrkirche St. Mary, etwa gleichzeitig mit der neuen Abteikirche errichtet. 1296 eroberte Eduard I. die Insel und baute sie zur englischen Grenzfestung aus; 1385 baten die Mönche König Richard II., die Befestigungen zu schleifen, weil sie für die Kosten der königlichen Garnison aufkommen mussten. Nach dem Bruch Heinrichs VIII.

Les horaires et les tarifs varient selon la saison et ne figurent donc pas dans ce texte.

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