📷 Image: Wikimedia Commons
Stiftsruine Bad Hersfeld
Ruine der Stiftskirche der ehemaligen Abtei Hersfeld in Bad Hersfeld (Hessen)
Die Stiftsruine Bad Hersfeld ist die Ruine der ehemaligen Abteikirche Hersfeld, die heute die größte romanische Kirchenruine der Welt ist. Sie entstand im 8. Jahrhundert als Benediktinerkloster und wurde im 11. Jahrhundert zur romanischen Basilika ausgebaut. Die Kirche war 102,8 Meter lang und bedeckte eine Fläche von über 3000 m². Sie wurde 1761 im Siebenjährigen Krieg durch französische Truppen zerstört, wobei der Ostflügel des Klostergevierts erhalten blieb. Die Ruine beherbergt heute ein Museum und ist ein bedeutendes Kulturdenkmal. Die Stiftskirche war bis 1525 katholisch, wurde aber im 18. Jahrhundert als Steinbruch genutzt. Im 19. Jahrhundert begann die Erhaltung der Ruine durch Leonhard Müller, der den Mauerwerkschaden und die Krypta instand setzte. Die Katharinenturm, ein einziger Glockenturm, beherbergt die Lullusglocke, die älteste datierte Glocke Deutschlands, und war bis ins 20. Jahrhundert als Gefängniszelle genutzt. Im Ostflügel des Klostergevierts ist das Museum untergebracht, das Ausstellungen zu den historischen Gebäuden und Ausstattungen der Stiftskirche bietet. Die Reste der Kirche umfassen den Langchor, das Querschiff und die Krypta, die stark zerstört sind. Im Westchor steht ein gotisches Taufbecken, das heute im Marburger Universitätsmuseum aufbewahrt wird. Die Seitenflügel eines hochgotischen Wandelaltars sind erhalten geblieben und stammen vermutlich aus der Stiftskirche.
Les horaires et les tarifs varient selon la saison et ne figurent donc pas dans ce texte. Informations à jour chez l'exploitant
- Art
- Ruine
- Ort
- Bad Hersfeld
- Architekt
- Frei Otto
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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