Schwedenhöhlen (Reutlingendorf)

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Schwedenhöhlen (Reutlingendorf)

Höhle in Deutschland

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Die Schwedenhöhlen sind ein System aus 15 künstlichen Höhlen in Reutlingendorf, einem Ortsteil von Obermarchtal im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg. Sie wurden in den Pfohsand der Oberen Süßwassermolasse gegraben und sind durch steile Eingänge zugänglich, die heute größtenteils verschüttet sind. Die Höhlen sind etwa zehn Meter lang, drei Meter breit und zweieinhalb Meter hoch, mit Nischen an den Seiten, die als Feuerstellen dienten. Die Höhlen wurden im Jahr 1632 aufgrund der Gefahr durch schwedische Soldaten gebaut, als diese die Gegend um Biberach betraten. Die Bevölkerung nutzte sie als Zufluchtsort, um sich vor Raub, Brand und Mord zu schützen. Bis ins 19. Jahrhundert wurden sie in Kriegszeiten genutzt. Bis 1902 wurden vier von den 15 Höhlen aufgegraben und begehbar gemacht, wobei zwei Eingänge wieder verfielen. Die Schwedenhöhlen liegen am Schwarzwald-Schwäbische-Alb-Allgäu-Weg und sind in der Nähe der Ruinen der Dobelburg. Sie sind Teil der Kulturdenkmäler Baden-Württembergs und dienen als Zeugnis für die Not der Bevölkerung im Dreißigjährigen Krieg. Die Höhlen sind ein Beispiel für Refugiums, die von der ländlichen Bevölkerung für den Kriegsfall angelegt wurden.

Les horaires et les tarifs varient selon la saison et ne figurent donc pas dans ce texte. Informations à jour chez l'exploitant

Art
Höhle
Ort
Baden-Württemberg

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