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École royale et impériale des arts graphiques de Vienne
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Die Höhere Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt, kurz „die Graphische“, ist eine berufsbildende Schule in Wien-Penzing, die sich auf visuelle Kommunikation und Medientechnik spezialisiert hat. Seit ihrer Gründung 1888 ist sie die einzige Einrichtung dieser Art in Österreich und bildet Schüler in Grafik- und Kommunikationsdesign, Fotografie sowie Druck- und Medientechnik aus. Die Schule entstand aus der Zusammenführung einer photographischen Versuchsanstalt, einer photographischen Schule und einer Zeichenschule, wobei Josef Maria Eder als Gründer und erster Leiter gilt. Die Institution blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück, die eng mit der Entwicklung graphischer Berufe verbunden ist. Von Anfang an prägte sie innovative Techniken wie die Algraphie oder die Lithographie, zu deren Pionieren Künstler wie Luigi Kasimir zählten. Nach dem Zweiten Weltkrieg passte sie ihr Lehrangebot an moderne Anforderungen an, etwa durch die Einführung von Desktoppublishing oder die verstärkte Einbindung von Frauen ab 1908. Bis heute ist die Schule ein zentraler Ort für die Ausbildung in gestalterischen und technischen Medienberufen. Am heutigen Standort in der Leyserstraße steht ein 1963 errichteter Neubau, der nach Plänen von Carl Appel entstand. Der Komplex verbindet historische Elemente wie die erhaltene Wendeltreppe aus dem Vorgängergebäude mit moderner Infrastruktur. Besucher können die Verbindung von Tradition und Innovation erleben, etwa in den Werkstätten für Drucktechnik oder den Ateliers für Fotografie. Die Schule ist nicht nur ein Lernort, sondern auch ein lebendiges Archiv graphischer Verfahren, das Einblicke in die Evolution visueller Medien bietet.
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