Buchheim Museum
Das Buchheim Museum liegt in Bernried am Westufer des Starnberger Sees und geht auf Lothar-Günther Buchheim zurück – Sammler, Verleger und Autor des Romans „Das Boot". Eröffnet wurde es am 23. Mai 2001 durch Ministerpräsident Edmund Stoiber. Das Gebäude entwarf das Büro Behnisch, Behnisch & Partner; fertiggestellt wurde es im Oktober 1999, die Baukosten lagen bei knapp 38 Millionen Mark. Die Anlage von rund 4.000 Quadratmetern nimmt in ihrer Gliederung die Form eines Schiffs auf, und ein Steg führt über die Wasserfläche des Sees hinaus – Architektur und Standort sind hier so eng verbunden wie in wenigen deutschen Museen. Den Kern der Sammlung bildet der Expressionismus mit außergewöhnlich breiten und qualitativ herausragenden Beständen, darunter Werke von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Emil Nolde. Buchheim sammelte aber nicht nur Kunst der Moderne: Daneben zeigt das Haus Volks- und Völkerkundeobjekte aus seinen Beständen, was den Sammler als Person erkennbar macht und die übliche Trennung von Kunst- und Ethnologiemuseum bewusst aufhebt. Für einen Besuch sollte man zwei Stunden ansetzen; der Museumspark und die Uferlage laden dazu ein, länger zu bleiben.
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