Aven Armand
Der Aven Armand liegt unter dem Causse Méjean in der Lozère, auf dem Gebiet der Gemeinde Hures-la-Parade zwischen Meyrueis und Sainte-Enimie. Von oben ist nichts zu sehen als karge Hochfläche; der Zugang führt in einen Schacht, der sich unter der Steppe zu einer der größten erschlossenen Hallen Europas weitet. Die Gesamtdifferenz zwischen Oberfläche und tiefstem Punkt beträgt 197 Meter. Entdeckt wurde der Schlund am 19. September 1897: Der Schmied Louis Armand aus Le Rozier seilte sich als Erster hinab, begleitet von Édouard-Alfred Martel und Armand Viré. Die Halle unter ihm ist 110 Meter lang, 60 Meter breit und im Mittel 45 Meter hoch, ihr Boden liegt rund 100 Meter unter der Oberfläche. Aus ihm wachsen über 400 Stalagmiten empor, der höchste misst 30 Meter und zählt zu den größten Europas — ein Wald aus Kalksäulen, der über Jahrtausende durch tropfendes Sickerwasser entstand. Für den Publikumsbetrieb wurde 1927 ein 208 Meter langer Tunnel mit Treppen in den Fels getrieben; seit 1963 überwindet stattdessen eine Standseilbahn 193 Meter Strecke und 54 Meter Höhenunterschied. Der Besuch erfolgt in geführten Gruppen und dauert rund eine Stunde; unten ist es das ganze Jahr über kühl und feucht, feste Schuhe und eine Jacke sind sinnvoll. Geöffnet ist die Höhle in der wärmeren Jahreshälfte.
Opening hours and admission prices change with the season and are therefore not part of this text.
Nearby
- Aven Armand5 m
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