Kapuzinerkloster Konstanz
Kloster in Deutschland
Das Kapuzinerkloster Konstanz war ein Kloster des Kapuzinerordens in der Stadt Konstanz. Es wurde 1603 auf dem Gelände errichtet, an dem der reformatorische Geistliche Jan Hus verbrannt worden war. Zunächst im Paradies am Ende der Hussengasse, später in der Vorstadt und schließlich in der Innenstadt. Die Grundsteinlegung erfolgte mehrfach, wobei das dritte Kloster 1694 begonnen und 1697 geweiht wurde. Die Gebäude standen bis 1864, als sie für ein neues Postgebäude abgerissen wurden. Das Kloster war für seine seelsorgerischen Tätigkeiten bekannt, insbesondere in der Pflege von Kranken und Sterbenden sowie in der Betreuung von Gefangenen und Verurteilten. Die Kapuziner betreuten auch in Seuchenzeiten die Erkrankten und waren in der Mission tätig, bis in die reformierten Kantone der Eidgenossenschaft. Zudem verkaufte das Kloster religiöse Gegenstände wie Skapulieren und Kreuzen. Ein Exorzismus durch einen Kapuziner aus dem Jahr 1740 ist belegt. Die Klosterkirche war mit verschiedenen Bildern und Altarblättern ausgestattet, darunter ein Hochaltarsblatt von Johann Christoph Storer aus dem Jahr 1662. Die Bibliothek des Klosters wurde 1807 eingezogen und in die Universitätsbibliothek Freiburg überstellt. Einige Bände finden sich heute im Heinrich-Suso-Gymnasium Konstanz. Die Klosterkirche wurde 1820 der evangelischen Gemeinde übergeben und bis 1863 in deren Besitz.
Opening hours and admission prices change with the season and are therefore not part of this text. Current details from the operator
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Konstanz
- Erbaut
- 1603
Nearby
- Schwesternsammlung Amelungsgasse Konstanz194 m
- Schwesternsammlung/Mäntellerinnen Konstanz190 m
- Rosgartenmuseum199 m
- Franziskanerinnenkloster Wittengasse, Konstanz213 m
- Franziskanerinnenkloster im Turm Konstanz226 m
- Augustinerkloster Konstanz260 m
QR-Code