📷 Image: Wikimedia Commons
Jalový Dvůr
Schloss in Tschechien
Jalový Dvůr, auch bekannt als Galtenstallung, ist eine verlorene Siedlung, die einst auf einer Wiese mitten im Wald lag. Sie befand sich etwa zwei Kilometer südlich von Broumov in der Gemeinde Tachov. Die Siedlung war Teil der Region, die bis ins 19. Jahrhundert im Besitz der Familie Berchem-Haimhausen aus Chodové Plané war. Die Siedlung entstand um 1760 und wuchs im 19. Jahrhundert zu einer Ansiedlung mit einem Schloss aus. 1890 wurden 15 Häuser und 84 Einwohner erwähnt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Ansiedlung aufgrund ihrer Entfernung nicht besiedelt. 1948 endeten auch die Versuche, sie wiederzubevölkern. In den 1950er Jahren wurde die Mehrheit der Gebäude abgerissen, und nur das Schloss blieb übrig, das von der Grenzpolizei genutzt wurde. Auch dieses wurde 1960 abgerissen. Die Gegend um Jalový Dvůr erinnert heute nur an die unebenen Gelände und einen Denkmal aus dem Jahr 1906, das westlich der ehemaligen Siedlung steht. Zudem gibt es ein Denkmal für die Opfer des Ersten Weltkriegs und zwei Eichen, die als Mahnmal für die Siedlung dienen. 1928 wurde die Lehrerin Marie Fričová in der lokalen Schule ermordet, und mehrere weitere Morde in der Region folgten. Der Täter Anton Weiss wurde 1935 hingerichtet, wahrscheinlich aber unschuldig.
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- Art
- Schloss, verlassener Weiler
- Ort
- Broumov u Zadního Chodova
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