Karlsschrein

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Karlsschrein

historischer Goldschrein im Aachener Dom

Der Karlsschrein steht in der gotischen Chorhalle des Aachener Domes und wurde nach 1182 in einer Aachener Goldschmiedewerkstatt geschaffen. Er wurde 1215 fertiggestellt und zum Schutz der Gebeine Karls des Großen errichtet. Die Überführung der Gebeine erfolgte durch Friedrich II. im Jahr 1215, nachdem Kaiser Friedrich I. Barbarossa die Gebeine 1165 aus der Aachener Pfalzkapelle übernommen hatte. Der Schrein ist aus Eichenholz und mit vergoldeten Materialien sowie filigranen Verzierungen geschmückt. Der Karlsschrein ist eine der bedeutendsten mittelalterlichen Goldschmiedearbeiten und steht in der Tradition der maasländischen Schreine. Er ist mit Ausnahme des Widmungsreliefs stilistisch einheitlich und wurde vermutlich in der Werkstatt des Maastrichter Servatiusschreins geschaffen. Die Schreinverzierung zeigt Kaiser und Könige des Reiches sowie Szenen aus der Karlslegende, basierend auf der Historia Karoli Magni et Rothalandi. Die Reliefs stammen aus dem 12. Jahrhundert und sind Teil des Bildprogramms, das den imperialen Charakter betont. Im Karlsschrein thronen auf der Stirnseite Karl der Große, Papst Leo III. und Erzbischof Turpin. Die Dachflächen zeigen Reliefs mit Szenen aus der Karlslegende, während die Seitenflächen acht Kaiser und Könige des Reiches abbilden. Die Giebelseiten zeigen die Madonna mit Christus und die Personifikationen von Glaube, Hoffnung und Liebe. Die Schreinverzierung ist ein Beispiel für die ikonografische Praxis der Zeit und unterstreicht die Bedeutung Karls des Großen im deutschen Kaiserreich.

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Art
Reliquiar, Schrein
Ort
Aachen
Erbaut
1215

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