📷 Image: Wikimedia Commons
Burgstall Niesten
archäologische Stätte in Deutschland
Die Burg Niesten stand im Hochmittelalter auf einem Kalkfelsen im Ortsteil Niesten der Stadt Weismain, im Landkreis Lichtenfels in Oberfranken. Sie lag auf einer steilen Erhebung, die Teil des Kahlberg-Bergrückens war, und sicherte eine wichtige Handelsstraße. Die Anlage war als Spornburg bekannt und galt als uneinnehmbar. Heute sind nur Mauerreste erhalten, die als Ziegen- und Schafweide dienen. Direkt neben der Burg liegt die Höhle Eselsloch. Die Burg war von großer strategischer Bedeutung und wurde vermutlich um das Jahr 1000 von Heinrich von Schweinfurt errichtet. Sie wurde im 12. Jahrhundert in den Besitz der Bamberger Bischöfe übergegangen und später von der Familie der Andechs-Meranier verwaltet. Die Burg war im 14. Jahrhundert Amtssitz des Weismainer Vogts und wurde mehrfach zerstört, etwa durch den Bauernkrieg 1525 und den Zweiten Markgrafenkrieg 1553. Im 17. Jahrhundert wurde der letzte Vogtsitz verlegt, und die Burg begann zu verfallen. Die Burganlage bestand aus einer Hauptburg mit Bergfried und Vorburg, die durch Gräben abgegrenzt war. Sie umfasste Räume wie Kemenate, Palas und Amtshaus sowie die St.-Leonhards-Kapelle. Die Vorburg hatte drei Türme, einen Stall und ein „Langes Haus“. Heute sind nur Mauerreste aus Buckelquadern erhalten, die zwischen Felsen liegen und zum Langen Haus der Vorburg gehörten. Die Burg war ein Zentrum der Herrschaft und Verwaltung, das bis in das 17. Jahrhundert bestand.
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- Art
- Burg, Archäologische Stätte
- Ort
- Weismain
- Denkmalstatus
- Ehemaliges Baudenkmal in Bayern
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