Bieszczadzka Kolejka Leśna

Die Bieszczadzka Kolejka Leśna ist eine Schmalspurbahn mit 750 Millimeter Spurweite in den Bieszczady im Südosten Polens und die am höchsten gelegene Schmalspurstrecke des Landes. Ihr Betriebsmittelpunkt ist der Bahnhof Majdan bei Cisna, den die österreichisch-ungarische Bahngesellschaft seinerzeit samt Lokschuppen, Magazin und Wohnhäusern in dem Weiler anlegte. Der Bau der Lokalbahn von Nowy Łupków nach Cisna begann 1890 nach Plänen des Ingenieurs Albin Zazula; rund 300 Arbeiter legten die Trasse entlang der Täler von Osława und Solinka fast vollständig von Hand an, die Gleise in bosnischer Spurweite von 760 Millimetern ruhten auf Eichenschwellen. Für Brücken, Durchlässe und Stützmauern wurden Steinmetze aus dem damals österreichischen Trentino angeworben. Der 25 Kilometer lange erste Abschnitt ging 1898 in Betrieb, bis 1904 folgte eine 15,2 Kilometer lange Verlängerung über Przysłup und Strubowiska nach Kalnica. Nach der Zerstörung 1944/45 bauten die Staatsforsten die Strecke wieder auf und dehnten sie in den 1960er Jahren auf 75 Kilometer aus; der planmäßige Personenverkehr lief von 1963 bis zum 30. November 1994. Seit dem 4. Juli 1997 fährt die Bahn abschnittsweise als Museumsbahn, überwiegend in der Sommersaison und seit 2012 auch in den Winterferien. Von Majdan führen zwei Strecken mit zusammen 20 Kilometern Länge nach Osten in Richtung Przysłup, mit Halten in Cisna, Dołżyca und Krzywe, sowie nach Westen nach Balnica. Die Fahrgastzahlen stiegen von 23.000 im Jahr 1997 über 52.000 im Jahr 2007 und 102.000 im Jahr 2014 auf 138.000 im Jahr 2017.

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