Museo Nazionale dell'Automobile
Das Museo Nazionale dell'Automobile steht am Corso Unità d'Italia am linken Ufer des Po im Süden Turins, unweit des ehemaligen Fiat-Werks Lingotto – also mitten in der Stadt, in der die italienische Automobilindustrie ihren Ausgang nahm. Gegründet wurde die Sammlung 1932 von Carlo Biscaretti di Ruffia; das eigene Haus dafür entstand ab April 1958 nach Plänen von Amedeo Albertini und wurde am 3. November 1960 eröffnet. Zwischen 2007 und 2011 wurde der Bau für rund 33 Millionen Euro grundlegend umgestaltet; den Wettbewerb hatte eine Gruppe um den Architekten Cino Zucchi gewonnen. Die Sammlung umfasst mehr als 200 Fahrzeuge von 85 Herstellern aus dreizehn Ländern. Sie reicht vom Peugeot Typ 3 von 1892 über den Mercedes-Benz 500 K von 1936 und den mit einer Gasturbine angetriebenen Fiat Turbina von 1954 bis zum NSU Ro 80 und dem Rennsportwagen Alfa Romeo Tipo 33TT12 von 1975. Die Ausstellung ist nicht als Parade von Blechen angelegt, sondern erzählt in Szenen: Straßenzüge, Werkstattbilder, Werbung und Filmausschnitte setzen die Wagen in ihre Zeit. Ein Strang widmet sich dem Automobil als Gestaltungsaufgabe, ein anderer der Fertigung am Band. Im Untergeschoss ist die offene Restaurierungswerkstatt einsehbar, dazu kommen Wechselausstellungen und ein Dokumentationszentrum.
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