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Wüstenhaus Schönbrunn
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Das Sonnenuhrhaus, 1904 als Gewächshaus errichtet und seit 2004 als Wüstenhaus genutzt, gehört zu den vier Pflanzenhäusern im Schlosspark Schönbrunn. Es steht direkt am Weg vom Hietzinger Tor zum Tiergarten, gegenüber dem Palmenhaus, und verdankt seinen Namen einer Sonnenuhr im südlichen Gartenbereich. Ursprünglich sollte es die Neuholländer-Sammlung des Diplomaten Karl Alexander Anselm Freiherr von Hügel aufnehmen, später kamen Pflanzen aus Südafrika, Süd- und Nordamerika hinzu, die ähnliche Klimabedingungen benötigen. Besonders sehenswert sind zwei Welwitschien, seltene Wüstenpflanzen aus Namibia, die bis zu 2000 Jahre alt werden können. Der Tiergarten Schönbrunn zeigt hier zudem Kleintiere wie Wüstenspringmäuse, Reptilien und Vögel. Das Haus selbst ist 95 Meter lang, 14,5 Meter breit und 15 Meter hoch, mit einer vollständig verglasten Südseite und einem gemauerten Nordteil. Die Gesamtfläche von 1300 Quadratmetern ist in drei Abteilungen unterteilt, wobei die Flügel als Eingangsbereich und Kalthaus genutzt werden. Im Inneren erwartet Besucher eine Ausstellung mit Sukkulenten und einem Laubkaktus. Die Architektur mit ihrer lichtdurchfluteten Südseite schafft ein besonderes Ambiente für die Wüstenflora. Das Haus diente während des Zweiten Weltkriegs als Schutz für Pflanzen aus dem benachbarten Palmenhaus und später als Ausweichquartier während dessen Sanierung. Heute ist es ein Gemeinschaftsprojekt der Bundesgärten und des Tiergartens Schönbrunn.
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Nearby
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