📷 Image: Wikimedia Commons
Vogelsang power station
nicht in Betrieb gesetztes Kraftwerk in Deutschland
Das Kraftwerk Vogelsang liegt in Eisenhüttenstadt und war ein Einheitskraftwerk, das im Zweiten Weltkrieg errichtet wurde. Es war nie in Betrieb und wurde nach dem Krieg als Reparationsleistung demontiert. Die Gebäudehülle mit den beiden 100 m hohen Schornsteinen blieb erhalten. Es ist das einzige Denkmal für den industriellen Aufschwung in Fürstenberg (Oder), da fast alle anderen Zeugnisse verschwunden sind. Das Kraftwerk wurde 1943 begonnen, um den Energiebedarf der Rüstungsindustrie zu decken. Es war Teil des Wärmekraft-Sofortprogramms und wurde mit Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen gebaut. Die Planung sah zwei Maschinengruppen mit jeweils 75 MW vor. Im Januar 1945 wurde ein Probelauf durchgeführt, doch der Bau wurde im Januar 1945 gestoppt, als die Rote Armee die Oder überquerte und um das Kraftwerk kämpfte. Vor Ort sind die beiden Schwerbauten aus Stahlbeton sowie das Kesselhaus erhalten. Die Ruine dient heute als Lebensraum für bedrohte Tierarten wie Fledermäuse und Turmfalken. Das Gelände ist nur notdürftig abgesperrt und wird häufig von Jugendlichen genutzt. Der Oder-Neiße-Radweg verläuft direkt am Kraftwerk vorbei. Die Ruine war auch Kulisse für den Film „Tod im Kraftwerk“.
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- Art
- Ruine, Einheitskraftwerk, abgebrochenes Projekt, Braunkohlekraftwerk
- Ort
- Eisenhüttenstadt
- Erbaut
- 1943
- Denkmalstatus
- Baudenkmal
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