Kleinkastelle „Auf dem Pohl bei Kemel“
archäologische Stätte in Deutschland
Die Kleinkastelle „Auf dem Pohl bei Kemel“ liegen am Obergermanischen Limes, einem UNESCO-Weltkulturerbe. Sie befinden sich nördlich des Ortes Kemel, einem Ortsteil der Gemeinde Heidenrod im Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen. Die Anlage ist topografisch exponiert mit guter Rundumsicht und liegt an der Wasserscheide zwischen Aar und Wisper. Die Kastelle wurden 1898 von Hans Lehner entdeckt und archäologisch untersucht. Die Kastelle stammen aus dem ersten nachchristlichen Jahrhundert und waren einfache Holz-Erde-Schanzen. Die ältere Schanze war quadratisch mit einem Tor nach Nordosten und umfasste sieben Räume, darunter eine Stube für den Kommandanten. Die jüngere Schanze war größer und enthielt Contubernia-Räume sowie eine Wohnung für den Kommandanten. Beide Anlagen wurden planmäßig geräumt und durch die südlich gelegene Numeruskastelle ersetzt. Die Kastelle sind als Bodendenkmale im Hessischen Denkmalschutzgesetz geschützt. Sie liegen in landwirtschaftlich genutzten Flächen und sind Teil des UNESCO-Welterbes. Die Umgebung umfasst bewaldete und landwirtschaftliche Gebiete nördlich von Heimbach und Lindschied. Die Anlage bietet Ausblicke auf den Limes und das Limesvorgelände.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Hessen
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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