📷 Image: Wikimedia Commons
Sprudelhof Bad Nauheim
Kuranlage in Bad Nauheim
Der Sprudelhof ist ein Jugendstilbauwerk in Bad Nauheim, errichtet zwischen 1905 und 1911. Er steht am Rande des Kurparks Heinrich Siesmayer und bildet den architektonischen Mittelpunkt einer Achse mit dem Bahnhof und dem Johannisberg. Die Anlage umfasst den Sprudel mit Heilwasser, zwei Verwaltungsgebäude und sechs Badehäusern. Sie zählt zu den besten Beispielen des Jugendstils und ist ein geschlossenes Bauwerk dieser Epoche. Die Anlage wurde unter Großherzog Ernst Ludwig von Hessen modernisiert und von Wilhelm Jost geleitet. Mehrere Künstler der Darmstädter Künstlerkolonie beteiligten sich an der Gestaltung. Bis 1915 war Karl Eser für den Betrieb zuständig, danach Bruno von Boehmer. Die Verwaltung übergingen die Staatlichen Kurbetriebe 2005 an das Hessische Immobilienmanagement und später an die Stiftung Sprudelhof. Heute werden nur noch wenige Badezellen genutzt, während andere Räume für kulturelle Zwecke genutzt werden. Die Anlage umfasst 264 Badezimmer, darunter luxuriöse „Fürstenbäder“. Die Badehäuser sind mit reich verzierten Wartesälen und Schmuckhöfen ausgestattet, die künstlerische Details und Wasserdekore beinhalten. Die Buntglasfenster und Mosaiken im Badehaus 3 sind besonders auffällig. Das Heilwasser wird durch ein unterirdisches System ohne Pumpen versorgt. Die Renovierungen seit 2020 sollen sechs Jahre dauern und den Jugendstil erhalten, während moderne Nutzungsmöglichkeiten geschaffen werden.
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- Art
- Gebäude, Kuranstalt
- Ort
- Bad Nauheim
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Hessen
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