📷 Image: Wikimedia Commons
Wöbbelin concentration camp
Außenlager des KZ Neuengamme (1945)
Das KZ Wöbbelin war ein Außenlager des KZ Neuengamme und befand sich zwischen Ludwigslust und Wöbbelin in der Gemeinde Groß Laasch. Es wurde im Februar 1945 errichtet und bestand zehn Wochen, bis es am 2. Mai 1945 geschlossen wurde. Die Errichtung erfolgte mit Zwangsarbeit und Enteignungen, wobei die Bauern aus Groß Laasch betroffen waren. Das Lager war eng mit der Eisenbahnstrecke Ludwigslust-Schwerin verbunden. Das Lager diente als Auffanglager für Evakuierungstransporte aus anderen Konzentrationslagern, insbesondere aus Außenlagern des KZ Neuengamme. In den zehn Wochen seiner Existenz kamen mehr als 5000 Häftlinge an, hauptsächlich aus anderen Außenlagern. Die Bedingungen waren katastrophal: Es gab kaum sanitäre Anlagen, keine ausreichende Nahrung und kein Wasseranschluss. Die Häftlinge mussten auf Sandfußböden schlafen und wurden oft misshandelt. Die Sterblichkeit war hoch, und viele Häftlinge verstarben an Hunger, Krankheit oder Erschöpfung. Im Lager gab es Baracken, die als Unterkunft, Küche und Sanitärtrakt dienten, doch die sanitären Einrichtungen waren unzureichend. Die einzige Wasserpumpe war von entscheidender Bedeutung. Die Häftlinge wurden mit farbigen Stoffdreiecken und Nummern gekennzeichnet, um den Rassismus der NS-Ideologie zu symbolisieren. Nach der Befreiung wurden die Toten in Einzelgräbern bestattet, und heute gibt es Gedenkstätten sowie ein Museum, das die Geschichte des Lagers erinnert.
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- Art
- Konzentrationslager, KZ-Außenlager
- Ort
- Landkreis Ludwigslust-Parchim
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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