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Großlangheim
Markt im Landkreis Kitzingen in Deutschland
Großlangheim liegt in der Planungsregion Würzburg am Fuße des Schwanbergs. Im Süden der Gemarkung fließt der Mainzufluss Bimbach, an dem sich die Weiden- und die Kuffenmühle anreißen. Die Gemeinde umfasst zwei Teile, wobei der Hauptort Großlangheim und die Einöde Weidenmühle die wichtigsten sind. Nachbargemeinden sind Kleinlangheim, Wiesenbronn, Rödelsee, Kitzingen und Schwarzach am Main. Im Nordosten des Hauptortes liegen zwei Naturschutzgebiete, darunter der Belkers bei Großlangheim und die Feuchtwiese Kranzer, wo seltene Orchideenarten wachsen. Naturräumlich gehört Großlangheim zur Mainbernheimer Ebene, eine Untereinheit der Kitzinger Mainebene. Großlangheim wurde erstmals 816 n. Chr. als „Lanchheim“ in einer Gründungsurkunde des Klosters Megigaudeshausen erwähnt. Die Langheims waren als Ministerialen zunächst Dienstmannen des Frauenklosters Kitzingen. Im 14. Jahrhundert unterstanden der größte Teil des Ortes den Grafen von Castell. Der Ort erhielt 1414 die Erlaubnis, Wochen- und Jahrmärkte abzuhalten. Die Befestigung mit Mauern und Gräben wurde durch Graf Linhart von Castell errichtet, wobei mehrere Türme und Tore existierten. Die Chronik berichtet von fünf Türmen und vier Toren, die im Laufe der Zeit zerstört wurden. Die Gemeinde wurde 1803 säkularisiert und 1805 an Bayern vergeben. Großlangheim ist bekannt für seine historischen Baudenkmäler wie die Wasserburg, die im 14. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde und im Bauernkrieg zerstört wurde. Die St.-Antonius-Kapelle, errichtet im 14. Jahrhundert, besitzt eine gotische Türbekrönung und einen Freskenzyklus über das Leben des heiligen Antonius. Die Katholische Pfarrkirche St. Jakobus, überliefert ab der Mitte des 15. Jahrhunderts, beherbergt Ausstattungsgegenstände aus der Schule von Tilman Riemenschneider. Zudem gibt es den Marterlesweg mit Bildstocken, Sagen wie den verdeckten Brunnen und den Geisterförster im Klosterforst sowie 16 Bodendenkmäler. Die jüdische Gemeinde hatte eine Synagoge und eine Schule, die nach dem Zweiten Weltkrieg als Kulturhaus und Vereinsheim genutzt werden.
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- Art
- Gemeinde in Deutschland ohne Stadtrecht, Markt in Deutschland
- Ort
- Landkreis Kitzingen
- Seehöhe
- 224 m
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