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Castello di Duino

Das Schloss Duino steht auf einer Felsklippe hoch über dem Golf von Triest, in der Gemeinde Duino-Aurisina an der Küste des Karsts. Genau genommen sind es zwei Burgen: das Castelvecchio auf dem benachbarten Felsen, dessen Ursprünge ins 10. Jahrhundert zurückreichen, und das heutige Schloss, das Ugone di Duino 1389 über den Resten eines römischen Außenpostens errichten ließ. Ein Turm aus dem 16. Jahrhundert ist einbezogen. Seit über 420 Jahren gehört die Anlage der Familie della Torre e Tasso, im deutschen Sprachraum als Thurn und Taxis bekannt; ihr Oberhaupt trägt den Titel Herzog von Castel Duino, verliehen von König Viktor Emanuel III. Literaturgeschichte schrieb das Schloss 1912: Rainer Maria Rilke begann hier als Gast der Fürstin Marie della Torre e Tasso seine "Duineser Elegien" und widmete das Werk später ihr. 2003 wurde das Schloss für Besucher geöffnet. Zu sehen sind die Wohnräume der Familie, dazu der Park auf der Klippe, in dem ein Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg erhalten ist. Von den Terrassen fällt der Blick über die Felsküste und die Bucht. Vom Schloss führt der 1987 eröffnete Rilkeweg über rund zwei Kilometer an der Steilküste entlang nach Sistiana. An die Bucht knüpft die Sage der Weißen Frau an, einer ins Meer gestürzten Schlossherrin, die als Felsgestalt sichtbar geblieben sein soll.

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