Monasterio de La Rábida
Das Franziskanerkloster La Rábida steht in der Gemeinde Palos de la Frontera in der Provinz Huelva, auf einer Anhöhe über dem Mündungsgebiet von Río Tinto und Río Odiel, rund 14 Kilometer von der Stadt Huelva entfernt. Die Anlage stammt aus dem 14. und 15. Jahrhundert und bedeckt 2.137 Quadratmeter bei unregelmäßigem Grundriss. Berühmt wurde das Kloster durch Christoph Kolumbus, der 1485 hier eintraf und Unterkunft wie Unterstützung für sein Vorhaben fand. Fray Antonio de Marchena, seit 1484 Kustos des Konvents, empfing ihn beim ersten Besuch; Fray Juan Pérez stellte später den Kontakt zum Hof und zu den Seeleuten der Umgebung her. Am 3. August 1492 liefen Santa María, Pinta und Niña aus dem Hafen von Palos aus. Am 23. Februar 1856 wurde La Rábida zum Nationaldenkmal erklärt — als drittes in Spanien; 2016 kam die Anlage gemeinsam mit den übrigen kolumbianischen Stätten Huelvas auf die spanische Vorschlagsliste für das UNESCO-Welterbe. Zu sehen sind der Mudéjar-Kreuzgang aus dem 15. Jahrhundert und die gotisch-mudéjare Klosterkirche. 1930 schuf Daniel Vázquez Díaz hier einen Freskenzyklus zur Entdeckung Amerikas. Unterhalb des Klosters liegt am Fluss der Muelle de las Carabelas mit Nachbauten der drei Schiffe.
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