Benelux

Sint-Servaasbasiliek

Die vier unterirdischen Krypten der Sint-Servaasbasiliek in Maastricht stammen aus dem späten 10. und 11. Jahrhundert. Sie liegen unter dem Ostteil der Basilika, wobei die Ostkrypte unter dem Priesterchoir und von einer Treppe am Südostportal zugänglich ist. Die anderen drei Krypten sind miteinander verbunden und befinden sich unter dem Schiffsbereich und der vierung. Die Sint-Servaaskrypte mit dem vermeinten Grab des heiligen Servatius ist im Kirchenschiff durch eine bronzenen Fliese markiert. Die Krypten sind seit dem 10. Jahrhundert Teil der Kirche und wurden im Laufe der Zeit mehrfach umgebaut. Die Ostkrypte wurde im 12. Jahrhundert stillgelegt und erst im 19. Jahrhundert wieder entdeckt. Die Vierungskrypte wurde 1881 von Pierre Cuypers restauriert und mit neuromantischem Altar und Wandmalereien versehen. Die kleine Krypte und die Sint-Servaaskrypte sind aus der gleichen Zeit und wurden im Verlauf der Kirchbaugeschichte mehrfach verändert. Die Ostkrypte dient heute als Lapidarium und beherbergt archäologische Funde wie Grabsteine und Särgen aus verschiedenen Epochen. Die Vierungskrypte ist durch Rundbogenfenster von der Kirche aus sichtbar und besitzt ein neuromantisches Gewölbe. Die kleine Krypte ist nur über die Vierungskrypte zugänglich und liegt unter dem Ostteil des Schiffs.

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