Templerkommende Mücheln
ehemaliges Kloster in Sachsen-Anhalt
Die Templerkommende Mücheln war eine Niederlassung des Templerordens, die ursprünglich im 13. Jahrhundert gegründet wurde. Sie lag im heutigen Ort Wettin-Löbejün und war Teil der Grafschaft Brehna. Die erste urkundliche Erwähnung datiert von 1270, wobei der Komtur Gero als erster Beleg für die Existenz der Kommende gilt. Die Kommende wurde 1306 an den Orden der regulierten Augustiner-Chorherren übergeben und später zum Priorat des St. Markus-Klosters in Krakau. Die Kommende Mücheln war von historischer Bedeutung, da sie Teil der Templeraktivitäten im Deutschen Reich war. Sie wurde 1312 nach der Auflösung des Templerordens vermutlich an das St. Markus-Kloster in Krakau verkauft. 1502 wurde sie vom Erzbischof Ernst von Magdeburg an das St. Moritz-Stift in Halle weitergegeben. Die Kommende blieb bis ins 16. Jahrhundert im Besitz verschiedener religiöser Orden und wurde schließlich 1534 an einen Privatmann verkauft. Im 16. Jahrhundert war das Gut Mücheln Teil der Landwirtschaft und wurde mehrfach veräußert. 1907 hatte es eine Größe von 298 Hektar. Die ursprüngliche Struktur der Kommende, eine rechteckige Anlage mit Umfassungsmauern, ist bis heute weitgehend erhalten. Die Kapelle der Templerkommende, geweiht zu Unsere Lieben Frauen, ist das einzige erhaltene mittelalterliche Gebäude. Die restlichen Gebäude stammen aus späteren Epochen.
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- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Wettin-Löbejün
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