Norditalien

Parco Giardino Sigurtà

Der Parco Giardino Sigurtà zieht sich am linken Ufer des Mincio bei Valeggio sul Mincio in der Provinz Verona hin, etwa 50 Meter über dem Fluss auf der Moränenterrasse südlich des Gardasees. Die Anlage umfasst 60 Hektar und misst in der Länge rund 1,3 Kilometer – eher ein Landschaftspark als ein Garten, mit weiten Rasenflächen, Wasserbecken und alten Baumbeständen. Die Besitzgeschichte reicht bis 1407 zurück, als Gerolamo Nicolò Contarini das Gelände erwarb; 1693 ließ Graf Antonio Maffei eine Villa im Renaissancestil errichten. Zum Garten in heutiger Form wurde das Areal erst, nachdem der Pharmaunternehmer Giuseppe Carlo Sigurtà (1898–1983) es ab 1941 kaufte und über Jahrzehnte bepflanzen und bewässern ließ; in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde es öffentlich zugänglich. Zur Ausstattung gehören eine 600 Meter lange Rosenallee mit über 30.000 Rosen, ein Labyrinth aus Eiben auf 2.500 Quadratmetern, achtzehn Wasserflächen mit Seerosen und Lotosblumen sowie grotesk geschnittene Buchsbäume; die älteste Eiche steht seit rund 400 Jahren. Der bekannteste Moment ist die Tulpenblüte im März und April, wenn über eine Million Blüten aus 300 Sorten aufgehen – nach dem Keukenhof die zweitgrößte Schau dieser Art in Europa. 2013 wurde der Park als schönster Italiens ausgezeichnet, 2015 belegte er den zweiten Platz beim Europäischen Gartenpreis.

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