Fontana di Trevi
Die Fontana di Trevi liegt im Rione Trevi im Zentrum Roms und ist keine freistehende Brunnenanlage, sondern in die Fassade des Palazzo Poli hineingebaut. Der Platz davor ist eng, was die Wirkung verstärkt: Man tritt aus einer schmalen Gasse und steht unvermittelt vor einer über die gesamte Hauswand gezogenen Felsenlandschaft aus Travertin. Errichtet wurde der Brunnen zwischen 1732 und 1762 nach dem Entwurf von Nicola Salvi; nach dessen Tod führte Giuseppe Pannini die Arbeiten zu Ende. Er gilt als der größte Barockbrunnen Roms. Gespeist wird er von der Acqua Vergine, einem Aquädukt, das in augusteischer Zeit unter Agrippa angelegt wurde und fast zwanzig Kilometer weit unterirdisch verläuft — römische Wasserversorgung, die bis heute in Betrieb ist. In der Mitte steht der Ozeanus von Pietro Bracci auf einem muschelförmigen Wagen, gezogen von zwei geflügelten Pferden, die das ruhige und das aufgewühlte Meer verkörpern. Seitlich stehen die Figuren der Gesundheit und des Überflusses von Filippo della Valle. Der Brauch, eine Münze über die Schulter ins Wasser zu werfen, geht auf den deutschen Archäologen Wolfgang Helbig zurück; endgültig weltbekannt wurde der Brunnen durch Anita Ekbergs Bad in Federico Fellinis „La dolce vita“ von 1960. Zuletzt wurde er 2014/15 restauriert, 2019 kam eine neue LED-Beleuchtung.
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