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Poruba
Ortsteil der tschechischen Stadt Orlová
Poruba ist ein Ortsteil der Stadt Orlová im Okres Karviná in Tschechien. Das Dorf wurde vermutlich von Benediktinern im 13. Jahrhundert gegründet und wurde 1447 erstmals erwähnt. Die Namensform Poruba, ohne Nasalvokal, trat 1724 erstmals auf. Der Ort lag im Herzogtum Teschen, das 1526 zur Habsburgermonarchie gehörte. Im 18. Jahrhundert war Poruba ein Dorf im Teschner Kreis mit 37 Häusern und 267 Einwohnern, die mährisch-schlesische Mundart sprachen. Der Ort war Teil der Freien Standesherrschaft von Freistadt und später der Gemeinde in Österreichisch-Schlesien. Die Bevölkerung bestand aus schlesischen Lachen, die traditionell Teschener Mundarten sprachen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts prägten lokale Zechen wie Alpinenschacht und Sofienschacht die Geschichte. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Poruba 1918 Teil Polens, wurde aber 1920 nach dem Grenzkrieg wieder zur Tschechoslowakei. 1946 wurde Poruba in Orlová eingemeindet. Der Ort ist geprägt von seiner Lage im Grenzbereich zwischen tschechischen und polnischen Nationalbewegungen. Die Bevölkerung sprach bis ins 20. Jahrhundert meist polnisch, wobei sich im Volkszählungsjahr 1910 etwa 40 % der Einwohner für tschechische Sprache entschieden. Poruba war Teil der Gemeinde Orlová und blieb im Stadtteil Lutyně ein Teil der Stadt. Die Geschichte des Ortes ist eng mit der Region Teschen und den nationalen Konflikten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verbunden.
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- Art
- Gemeindeteil in Tschechien
- Ort
- Orlová
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