📷 Image: Wikimedia Commons
Goslar Cathedral
nur teilweise erhaltenes Kirchengebäude in Goslar, Niedersachsen
Der Goslarer Dom war ursprünglich die Stiftskirche St. Simon und Judas und wurde zwischen 1040 und 1050 in Goslar gebaut. Er war Teil des Pfalzbezirks der Kaiserpfalz und stand eng mit anderen Bauten wie der Aula regia und dem Kreuzgang im Verbindung. Die Kirche wurde 1819–1822 abgebrochen, lediglich die nördliche Domvorhalle blieb erhalten. Sie war ein zentraler Ort für bedeutende historische Ereignisse, darunter das Treffen von Papst Viktor II. und Kaiser Heinrich III. sowie das Goslarer Blutpfingsten im Jahr 1063. Der Dom war ein bedeutender romanischer Kirchenbau rechts des Rheins und wurde 1051 geweiht. Er zeichnete sich durch eine einheitliche Architektur aus, die rote Säulen und graue Bruchsteine kombinierte. Der Neubau im 12. Jahrhundert brachte Veränderungen ein, darunter eine gewölbte Struktur und eine Verschiebung des Haupteingangs. Die Ausstattung umfasste den bronzene Krodoaltar und den Goslarer Kaiserstuhl, die heute in verschiedenen Museen aufbewahrt werden. Die Domvorhalle ist heute das einzige erhaltene Teilgebäude und diente als Aufbewahrungsraum für wertvolle Ausstattungsstücke. Sie zeigt skulpturierte Reliefs mit religiösen und kaiserlichen Darstellungen. 2018 und 2019 wurden unter dem heutigen Parkplatz Mauerreste der Kirche entdeckt, die archäologisch von nationaler Bedeutung gelten. Die Stadt planiert, den Parkplatz in einen Grünraum umzuwandeln, wobei die Funde in die Gestaltung einfließen sollen.
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- Art
- Kirchengebäude
- Ort
- Goslar
- Baustil
- Romanische Architektur
- Architekt
- Eduard August Emil Mühlenpfordt
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