BallinStadt Auswanderermuseum
Das Auswanderermuseum BallinStadt steht auf der Elbinsel Veddel in Hamburg, an genau der Stelle, an der ab 1901 die Auswandererhallen der Reederei HAPAG standen. Zwischen 1850 und 1939 verließen über fünf Millionen Europäer den Kontinent über Hamburg, auf der Flucht vor Verfolgung, Krieg und Armut oder in der Hoffnung auf ein besseres Auskommen. Namensgeber ist Albert Ballin, Direktor der HAPAG und eine der prägenden Figuren der Hamburger Wirtschaftsgeschichte. Die erste Barackenanlage am Amerikakai wurde am 20. Juli 1892 eröffnet und nahm etwa 1.400 Menschen auf. Als die Fläche 1898 für die Hafenerweiterung gebraucht wurde, verlegte die HAPAG den Betrieb auf die Veddel: 1901 entstanden dort fünfzehn Gebäude für 1.200 Personen, mit Schlafpavillons, Speisehallen, Waschhäusern, einer Synagoge und einer Kirche. Bis 1913 wuchs die Anlage auf dreißig Bauten und beherbergte jährlich mehr als 170.000 Auswanderer. 1934 ging sie an die Stadt über, die letzten Reste wurden bis 2004 abgetragen. Das 2007 eröffnete Museum belegt drei rekonstruierte Hallen und wurde 2016 nach einem Umbau wieder eröffnet. Die Dauerausstellung spannt vier Epochen vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart und rückt einzelne Lebensgeschichten in den Vordergrund. Kinder begleitet die Museumsfigur Jette, das digitale Spiel Simmigrant versetzt Besucher in die Rolle historischer Auswanderer.
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