Kloster Hachborn
deutsche Organisation
Das Prämonstratenserinnenstift Hachborn war ein Kloster in Hachborn, einem Ortsteil der Gemeinde Ebsdorfergrund im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Es wurde 1186 durch eine Schenkung der Herren von Merenberg gegründet und 1527 im Zuge der Reformation aufgelöst. Das Kloster war Teil der Prämonstratenserordnung und hatte eine engere Verbindung zur Mainzer Kirche. Die Gründung wurde durch eine Urkunde des Arnsteiner Stifts bestätigt, und das Patronat der nahegelegenen Ebsdorfer Kirche wurde dem Stift übertragen. Das Stift besaß landwirtschaftliche Flächen, Wald und Mühlen, die zur Versorgung der Nonnen und zur Selbstversorgung des Klosters dienten. Die wichtigste Mühle, die Sandmühle, befand sich in Hachborn. Der Besitz umfasste Gebiete in mehreren Kreisen, wobei der Schwerpunkt südlich von Marburg lag. Die Wirtschaft des Stifts war stark auf die Landwirtschaft ausgerichtet, und die Stiftsfrauen wurden von Laienbrüdern unterstützt. Nach der Reformation wurde das Gut 1534 an Kaspar Treis verkauft und später als Lehen vergeben. Heute ist nur die Klosterkirche erhalten, die als Gemeindekirche von Hachborn dient. Sie entstand vermutlich vor der Gründung des Klosters und liegt außerhalb der ehemaligen Klostergebäude. Hinter der Kirche befinden sich Reste der Klostermauer und ein Keller, der heute Teil eines Privatgrundstücks ist. Die restlichen Gebäude des Klosters sind nicht mehr vorhanden.
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- Art
- Kloster, Organisation, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Ebsdorfergrund
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