Bayern

Almbachklamm

Die Almbachklamm bei Marktschellenberg ist eine der bekanntesten Schluchtwanderungen im Berchtesgadener Land. Der Almbach hat sich hier tief in den Fels geschnitten; begehbar gemacht haben ihn 29 Brücken und Stege, 320 Stufen und ein in den Fels gesprengter Tunnel. Der Weg führt eng am Wasser entlang, über Kaskaden und durch Felsengen, in denen es auch an heißen Tagen kühl bleibt. Die Erschließung hatte einen praktischen Grund: Bis 1963 wurde die Klamm zur Holztrift genutzt, das heißt, geschlagene Stämme wurden mit dem Wasser talwärts geschwemmt. Damit dafür genug Wasser zur Verfügung stand, entstand von 1834 bis 1836 im hinteren Teil der Klamm die Theresienklause, eine Staumauer von 14 Metern Höhe, 6 Metern Breite und 17 Metern Länge, die bis zu 15.000 Kubikmeter Wasser zurückhalten konnte. Wurde sie geöffnet, riss die Flutwelle das Holz mit. Die Klause steht noch und bildet das obere Ende der Wanderung. Am Eingang zur Klamm steht Deutschlands älteste Marmorkugelmühle, in Betrieb seit 1683 und bis heute vom Almbach angetrieben. Je nach Größe dauert es dort zwei Tage bis eine Woche, bis aus einem Rohling eine fertige Kugel geworden ist. Die Klamm ist üblicherweise von Anfang Mai bis Ende Oktober geöffnet; bei Hochwasser oder nach Sommerunwettern kann sie kurzfristig gesperrt sein. Festes Schuhwerk ist wegen der nassen Stufen angebracht.

Opening hours and admission prices change with the season and are therefore not part of this text.

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