Krottenturm
war eine mittelalterliche Befestigungsanlage bei Zwentendorf
Der Krottenturm war eine mittelalterliche Befestigungsanlage bei Zwentendorf an der Donau, Niederösterreich. Er wurde im 11. bis 13. Jahrhundert errichtet und stand an der Südostecke eines römischen Limeskastells. Die Anlage lag etwa 1 km westlich des Ortskerns in einem Waldgebiet namens „Weingartl“, direkt neben der Bundesstraße 226. Heute sind nur noch Reste des Innengrabens und Teile des Erdwalls erhalten geblieben. Die Befestigung war bis ins 13. Jahrhundert belegt und wurde vermutlich von den Herren von Krottendorf genutzt. Die Lage nahe dem Donauufer und der gut erhaltene Fächerturm des römischen Kastells spielten eine wichtige Rolle bei der Wahl des Standorts. Die Anlage wurde im 16. Jahrhundert fast vollständig abgetragen, wodurch die Ruinen der Burg und der Ortschaft Krottendorf entstanden. Erst ab 1953 wurden systematische Grabungen durchgeführt, die die mittelalterliche Befestigung und das römische Kastell aufdeckten. Die Befestigung umfasste einen Erdwall mit einem ovalen Innengraben, der den Burgkern umgab. Der Wall lag am Ufer eines Donauarmes und war mit Palisaden und einem Wachhaus gesichert. Der Innengraben war 8–10 m breit und 2,5 m tief. Im Norden war der Eingang zur Burg über eine Holzbrücke mit Palisadenring geschützt. Die Anlage war kleinräumig und verfügte über ein multifunktionales Gebäude, ohne Platz für weitere Wohn- und Wirtschaftsbauten.
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- Art
- Ruine
- Ort
- Zwentendorf an der Donau
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