📷 Image: Wikimedia Commons
Burg Rethem
Burg in Niedersachsen, Deutschland
Die Burg Rethem ist eine Niederungsburg aus dem 13. Jahrhundert, die sich in Rethem (Aller) nahe der Aller befindet. Sie lag an der Landesgrenze und an einem wichtigen Salzübergang für den Lüneburger Handel. Die Burg war im 16. Jahrhundert bastionsartig ausgebaut und hatte für die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg strategische Bedeutung. Im 14. Jahrhundert wurde sie als Grenzburg gegen die Grafschaften Hoya errichtet. 1311 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt, und 1371 wurde sie kurzfristig an den Bischof von Verden verpfändet. Die Burg war bis ins 16. Jahrhundert militärisch relevant und wurde mehrfach erobert und geplündert. 1565 wurde das Amt Rethem gegründet, das in der Burg seinen Sitz hatte. Im 18. Jahrhundert verlor die Anlage ihren wehrhaften Charakter, und nach Kriegszerstörungen und Bränden blieben nur Mauerreste übrig. 1974 erwarb die Stadt Rethem das Gelände und nutzte es für städtische Zwecke. Der Burghof wurde in den 1990er Jahren als kulturelles Veranstaltungszentrum neu gebaut. Dabei wurden archäologische Funde aus der Zeit um 1330 integriert, darunter Steinfundamente, Mauerreste und ein Reisigenstall mit Pferdeskeletten. Der Neubau, der 2005 fertiggestellt wurde, umfasste historische Elemente wie Treppengiebel und Dachreiter. Die Anlage beherbergt heute ein Veranstaltungszentrum mit historischer Bausubstanz und Ausstellungen zu mittelalterlichen Funden.
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- Art
- Burg
- Ort
- Rethem (Aller)
- Erbaut
- 1200
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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