Martinskirche

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Martinskirche

Kirchengebäude in Kassel

Die Martinskirche in Kassel ist eine evangelische Pfarrkirche und Predigtstätte des Bischofs der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Sie wurde 1364 begonnen und 1462 geweiht. Die Kirche war ab 1524 evangelisch und diente als Beisetzungsort für hessische Landgrafen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie wiederaufgebaut und hat heute den Charakter einer dreischiffigen Hallenkirche mit sechs Jochen und einem zweitürmigen Westbau. Die Kirche ist für ihre historische Bedeutung und architektonische Vielfalt bekannt. Sie beherbergt eine dreimanualige Orgel mit 57 Registern und über 5000 Pfeifen, die 1964 installiert wurde. Zudem gibt es eine Lichtinstallation der Künstlerin Christina Kubisch sowie neu gestaltete Altar- und Kanzelarbeiten. Die Kirche wird neben Gottesdiensten auch für Ausstellungen genutzt, unter anderem zeitgenössischer Kunst während der Documenta. In der Martinskirche befinden sich mehrere Fürstengrüfte, in denen Landgrafen von Hessen-Kassel beigesetzt wurden. Die erste Gruft unter dem Chor wurde 1535 eingerichtet und bis 1637 genutzt. Die zweite Gruft unter dem ehemaligen Kapitelsaal wurde 1640 gebaut. Beide Gruben wurden im Zweiten Weltkrieg beschädigt, und viele Särge sind zerstört. Die erste Gruft ist heute unzugänglich, die zweite kann nach Vereinbarung besichtigt werden. Die Kirche bietet zudem einen Blick auf die historische Architektur und die künstlerische Ausstattung.

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Art
Kirchengebäude
Ort
Kassel
Baustil
Gotische Architektur
Architekt
Heinrich Otto Vogel
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland

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