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Farge
Ortsteil von Bremen
Farge ist ein Ortsteil des Bremer Stadtteils Blumenthal im Stadtbezirk Nord. Seit 1. April 1940 Teil der Stadt Bremen, war Farge zuvor im Landkreis Osterholz oder Kreis Blumenthal. 2014 hatte der Ortsteil mit einer Fläche von 539 Hektar 2820 Einwohner. Bekannt wurde Farge durch militärische Bauten des NS-Regimes, darunter Wifo-Tanklager, U-Boot-Bunker Valentin und Kriegsmarinetanklager, sowie zugehörige Arbeitslager wie KZ-Farge und Arbeitserziehungslager Farge. Die Geschichte von Farge reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Der Name deutet auf die Nähe zur Weser und eine Fähre hin. 1852 entstand mit der Steingutfabrik Witteburg die erste Industrie. 1884 wurde die private Farge-Vegesacker Eisenbahn gebaut, die für den Güterverkehr zur Fabrik und zur Bremer Wollkämmerei diente. 1916 begann die Errichtung des Kohle-Kraftwerks Unterweser, das 1924 in Betrieb ging. 1932 wurde Farge mit der Gemeinde Rekum verbunden, was zu Streitigkeiten unter der Bevölkerung führte. Farge war während des Nationalsozialismus ein Zentrum militärischer Bautätigkeit. Die Wifo errichtete ein Tanklager, und die Kriegsmarine baute ein Öllager sowie U-Boot-Bunker Valentin. Zwangsarbeiter, Häftlinge und Kriegsgefangene wurden in Barackenlagern untergebracht. 1945 wurde Farge siebenmal bombardiert, und die SS zwang Häftlinge im „Todesmarsch“ zu fliehen. Nach dem Krieg übernahmen die Alliierten das Tanklager, und bis in die 1960er Jahre wurden Flüchtlinge in Baracken untergebracht. Die Industrie blieb bis in die 1970er Jahre präsent, wobei die ehemalige Stuhlrohrfabrik in verschiedene Produktionsbereiche überging.
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- Art
- Ortsteil
- Ort
- Blumenthal
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