Watersnoodmuseum
Das Watersnoodmuseum steht südlich von Ouwerkerk auf der Insel Schouwen-Duiveland in Zeeland, eingebaut in den Deich. Das Gebäude besteht aus vier Phoenix-Caissons, riesigen Betonkästen, mit denen 1953 die letzte Deichlücke nach der Flutkatastrophe geschlossen wurde. Das Museum steht damit buchstäblich an der Stelle, von der es erzählt. Eröffnet wurde es am 2. April 2001 nach einem Probejahr; 2009 wurde es in erweiterter Form durch Ministerpräsident Jan Peter Balkenende wiedereröffnet. Jeder der vier Caissons behandelt ein eigenes Thema: die Fakten der Flut, das Erleben der Betroffenen, den Wiederaufbau und die Frage, wie ein Land unter dem Meeresspiegel künftig mit Wasser umgeht. Rund 91.000 Menschen besuchen es im Jahr; 2011 erhielt es den Siletto-Preis. Gezeigt werden Archivmaterial, Fotografien, Hilfsgüter und Maschinen aus der Zeit des Wiederaufbaus, dazu Stationen zur heutigen Wassersicherheit. Zwei Arbeiten der Künstlerin Miep van Riessen erinnern an die Opfer und die Vermissten von 1953. Der Rundgang führt durch die niedrigen, rohen Betonräume der Caissons, was den Besuch von einem gewöhnlichen Museumsgang deutlich unterscheidet. Vom Deich daneben reicht der Blick über die Oosterschelde und die flache Polderlandschaft, die damals überflutet war.
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