Norditalien

Grotte di Villanova

Die Grotte di Villanova liegen bei Villanova delle Grotte, einem Ortsteil der Gemeinde Lusevera in der Provinz Udine, eingeklemmt zwischen dem Bergstock der Monti La Bernadia und der Kette des Gran Monte in den Julischen Voralpen. Unter dem Dorf zieht sich ein Höhlensystem hin, dessen erkundete Gänge zusammen über 15 Kilometer messen. Für Besucher erschlossen ist die Grotta Nuova di Villanova. Sie gilt als eine der größten bekannten Kontakthöhlen: Ihre Gänge folgen der Grenzfläche zwischen einer Flyschschicht und darüber liegendem Kalkkonglomerat, was den Hauptgängen einen auffällig trapezförmigen Querschnitt gibt – Decke aus Konglomerat, Wände aus Flysch, Boden aus Sediment. Entdeckt wurde sie 1925 von Pietro Negro, einem Einheimischen, der daraufhin mit anderen aus dem Dorf die Gruppo Esploratori e Lavoratori delle Grotte di Villanova gründete. Dieselbe Vereinigung legte den künstlichen Zugang an und führt bis heute durch die Höhle. Zum selben System gehören weitere Hohlräume, die nur der Forschung offenstehen: die über drei Kilometer lange Grotta Doviza, deren erste Erkundungen bis 1876 zurückreichen, der 254 Meter tiefe Abisso Vigant und die 2013 entdeckte Grotta Tirfor mit mehr als sechs Kilometern Ganglänge. Der Besuch der Grotta Nuova erfolgt in Gruppen mit Führung.

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