Höllentalklamm
Die Höllentalklamm bei Grainau ist eine der schmalsten und tiefsten Schluchten der bayerischen Alpen. Auf gut 700 Metern zwängt sich der Hammersbach zwischen Wände, die stellenweise nur zwei bis fünf Meter auseinanderstehen und rund 150 Meter hoch aufragen. Der Weg führt über Brücken, Galerien und durch Tunnel, die etwa einen Meter breit und höchstens zwei Meter hoch sind; Wasser tropft von der Decke und läuft über den Boden. Erschlossen wurde die Klamm ab 1902 unter der Leitung des Ingenieurs Adolf Zoeppritz und am 15. August 1905 eingeweiht. Davor war das Höllental vor allem wegen des Eisenerz- und Molybdänbergbaus bekannt. Bis heute ist die Klamm nicht nur Ausflugsziel, sondern Teil einer der bekanntesten Aufstiegsrouten auf die Zugspitze; der direkte Weg durch die Schlucht wurde 1893 mit künstlichen Hilfen angelegt. Der Zustieg beginnt in Hammersbach und misst etwa drei Kilometer mit rund 300 Höhenmetern bis zur Klammeingangshütte. Oberhalb der Klamm liegt die Höllentalangerhütte auf 1.387 Metern. Feste Wanderschuhe und Regenjacke gehören dazu, auch im Hochsommer bleibt es in der Schlucht kühl. Geöffnet ist je nach Schneelage von Mitte oder Ende Mai bis meist zum dritten Oktoberwochenende; im Winter ist die Klamm geschlossen und muss jedes Frühjahr aufwendig von Eis und Schnee geräumt werden. Kinderwagen, Rollstuhl und Fahrrad kommen nicht durch.
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