Rungholt

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Schleswig-HolsteinBezirk Schleswig-Holstein

Rungholt

Wüstung in Nordfriesland

Rungholt war eine Siedlung und ein Rechtsgebiet in der nordfriesischen Küstenlandschaft Strand im Herzogtum Schleswig. Es gehörte ab dem 13. Jahrhundert zum dänischen Lehen und war ein Kirchspiel. Die Siedlung wurde 1362 durch eine Sturmflut zerstört, wobei sich über die Jahrhunderte immer wieder Reste im Wattenmeer freigespült haben. Im Mai 2023 wurden Siedlungsareale und Fundamente einer großen Kirche entdeckt, was auf eine überregionale Bedeutung hinweist. Rungholt war ein bedeutender Ort mit über 50 Warften und einer Bevölkerung von mindestens 1500 bis 2000 Menschen. Die Siedlung verfügte über drei Gotteshäuser, darunter eine große Kirche, deren Fundamente 2023 entdeckt wurden. Die Siedlung war der Haupthafen der Edomsharde und hatte eine gut ausgebaute Infrastruktur mit Deichen, Schleusen und Entwässerungssystemen. Die Schleusen, die aus Holz gebaut waren, zeugen von einer hohen technischen Entwicklung. Vor Ort erwartet man Ausblicke auf das Wattenmeer und Reste der ehemaligen Siedlung, die in den Gezeiten freigelegt werden. Die Warften, Deiche und Brunnenreste geben Einblick in die Bauweise und Organisation der Siedlung. Die Funde belegen eine starke Handelsverbindung und einen hohen Wohlstand. Die Kirche und die Schleusen sind die wichtigsten archäologischen Zeugnisse der Siedlung.

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Art
verlorene Stadt, überflutetes Dorf, Archäologische Stätte
Ort
Schleswig-Holstein

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