Parco Nazionale dell'Asinara
Der Nationalpark Asinara umfasst die gesamte gleichnamige Insel im Nordwesten Sardiniens, die verwaltungsmäßig zur Gemeinde Porto Torres gehört. Das Schutzgebiet wurde mit Dekret vom 28. November 1997 eingerichtet; 2002 folgten die Errichtung der Parkverwaltung und des Meeresschutzgebiets. Die Insel misst gut 51 Quadratkilometer bei einer Küstenlänge von 110 Kilometern und ist überwiegend gebirgig: Höchste Erhebung ist die Punta della Scomunica mit 408 Metern, es folgen Punta Maestra, Punta Tumbarino und Monte Ruda. Bis 1997 war Asinara vor allem als Gefängnisinsel bekannt; der Strafvollzug endete am 31. Dezember desselben Jahres. Schon 1885 hatte der Staat die Insel für eine landwirtschaftliche Strafkolonie und ein Quarantänelazarett enteignet, worauf die einheimischen Bewohner das eigens gegründete Dorf Stintino auf dem Festland bezogen. Ihre alten Anbauflächen bei Cala Reale und Fornelli liegen in den wenigen ebenen Bereichen der Insel. Eine Besonderheit sind die leuzistischen weißen Esel, die unter strengem Schutz stehen. An den Ostküsten wechseln kleine Strände mit Felsabschnitten; auf den Klippen bei Cala Scombro di Dentro brüten Krähenscharben. Die Wasserläufe führen nur zeitweise Wasser, doch in der Regenzeit entstehen an mehreren Buchten kleine Tümpel, die Wasser- und Zugvögeln Rast bieten. Die Vegetation hat unter dem Verbiss eingeführter Ziegen, Mufflons und Wildschweine gelitten; ein Rest ursprünglichen Steineichenwaldes hat sich bei Elighe Mannu gehalten, an den Felsküsten wachsen Meerfenchel und Strandflieder.
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