Termas de Chaves
Die Termas de Chaves, auch Caldas de Chaves genannt, liegen in den Uferanlagen am Rio Tâmega, unmittelbar neben dem Bereich der mittelalterlichen Stadt Chaves im äussersten Norden Portugals. Ihr Ursprung ist römisch; die heutige Anlage besitzt eine Konzession von 1899. Das Wasser stammt aus Niederschlägen, durchläuft im Untergrund verschiedene magmatische Schichten und tritt mit einer eigentümlichen Zusammensetzung wieder an die Oberfläche. Die auffälligste Eigenschaft ist die Hitze. Das Wasser verlässt die Quellen ganzjährig gleichbleibend mit 73 bis 76 Grad und ist damit das heisseste der Iberischen Halbinsel und zugleich das heisseste natriumhydrogencarbonathaltige Wasser Europas. Es ist alkalisch mit einem pH-Wert von 6,63, natriumhydrogencarbonat- und fluoridhaltig sowie kohlensäurehaltig. Angewendet wird es seit alters her gegen rheumatische und muskuloskelettale Beschwerden, dazu bei Erkrankungen des Verdauungsapparats sowie bei chronischen und allergischen Leiden der Atemwege; wegen des Kieselsäuregehalts kommen dermatologische Behandlungen hinzu. Den entscheidenden Anstoss zur Wiederentdeckung und zur heutigen Bedeutung gab im 20. Jahrhundert der aus Chaves stammende Arzt und Chirurg Mário Carneiro. Zum Ensemble gehört neben den Bädern auch eine Trinkhalle, die sogenannte Buvette, inmitten der Parkanlagen am Fluss. Im Mai 2021 wurde ein Vorhaben angekündigt, das eine Freiluftanlage mit natürlich warmen Becken, Bereichen für Hydromassage und Entspannung sowie miteinander verbundenen Wechselbecken unterschiedlicher Temperatur vorsieht.
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