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Stift Sankt Andrä an der Traisen
Denkmalgeschütztes Objekt in Herzogenburg (55742)
Das Stift Sankt Andrä an der Traisen war ein Augustiner-Chorherrenstift nordöstlich der Stadt Herzogenburg. Es lag in St. Andrä an der Traisen, einer Katastralgemeinde. Die Stiftsgemeinde war im 12. Jahrhundert als Kapellenstätte bekannt und wurde 1091 erstmals urkundlich erwähnt. Im Mittelalter war der Ort auch Sitz einer Burg und später Grundstein für ein Kloster, das im 12. Jahrhundert von Propst Gottschalk gegründet wurde. Das Stift war ein Zentrum der mittelalterlichen Hochkultur und hatte eine bedeutende Rolle in der Region. Es erlebte im 13. und 14. Jahrhundert einen Aufschwung, wurde aber durch Türkenbelagerungen und die Reformation beeinträchtigt. Im 18. Jahrhundert wurde es schließlich 1787 geschlossen und unterschiedlich genutzt, unter anderem als Kaserne und Versorgungshaus. Bis 2015 diente das Gebäude als Geriatriezentrum, seitdem wird es versucht, die Liegenschaft zu veräußern. Die Stiftskirche ist dem Apostel Andreas geweiht und heute als Pfarrkirche der Pfarre St. Andrä an der Traisen genutzt. Sie steht unter Denkmalschutz und benötigt eine Renovierung. Die Kirche besitzt barocke Ausstattung, darunter Altarbilder von Paul Troger und Schmidt sowie eine Orgel aus dem Jahr 1861. Die ehemalige Stiftsgemeinde ist Teil der heutigen Gemeinde Herzogenburg.
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- Art
- Kirchengebäude, Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Herzogenburg
- Adresse
- Marienplatz 1
- Baustil
- Barockarchitektur
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
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