Alpengarten Rax
Der Alpengarten Rax liegt auf 1.644 Metern Seehöhe am Rax-Plateau, unmittelbar unterhalb des Ottohauses. Auf rund 4.000 Quadratmetern wachsen etwa 200 heimische Bergpflanzen, viele davon in freier Natur selten geworden – Enzian, Akelei, Trollblume, Alpendost, Windröschen und das unter Naturschutz stehende Edelweiß. Die Anlage ist keine Ausstellung im engeren Sinn, sondern ein gepflegter Schutzraum für Arten, die anderswo verschwunden sind; gepflückt wird nichts. Der Weg dorthin gehört zum Besuch. Von der Bergstation der Rax-Seilbahn geht man etwa 40 Minuten zum Ottohaus; eine Zufahrt mit dem Auto gibt es nicht. Die Seilbahn selbst war 1926 die erste Personenseilschwebebahn Österreichs und hat den Berg zum Hausberg der Wiener gemacht. Das Ottohaus war schon zu Sigmund Freuds Zeiten ein Stammlokal der Sommerfrischler und ist bis heute die Einkehr auf dem Plateau. Der Garten ist frei zugänglich, ein Rundgang dauert nicht lang und lässt sich gut mit einer Rast in der Schutzhütte verbinden. Gleich daneben steht die Aussichtswarte beim Ottohaus mit Weitblick ins Schwarzatal. Sinnvoll ist der Besuch in der schneefreien Zeit, wenn die Pflanzen blühen – der Rest des Jahres liegt hier oben unter Schnee. Festes Schuhwerk und Wanderkarte gehören dazu.
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